Dieter Bergmann - Versicherungen Finanzen Vorsorge

Für Beamte gelten besondere Dienst- und Treuepflichten. Als Gegenleistung verspricht der Dienstherr ein Beschäftigungsverhältnis auf Lebenszeit. Aber nicht immer bietet dieses Versprechen lebenslange Sicherheit. Auch Beamte geraten in die Lage, ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben zu können. In diesem Fall steht ihnen eine Pension zu, die in der Regel auskömmlicher ist als Leistungen, die Arbeitnehmer aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten würden. Trotzdem reicht die Pension oft nicht aus, den bisherigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

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Stolperfallen für Beamte

Rechtsgrundlagen der Beamtenversorgung sind das Beamtenversorgungsgesetz sowie das Bundesbeamtengesetz (BBG). Hier werden unter anderem Voraussetzungen und Umfang der Pension geregelt. Nicht immer sind die Leistungen auskömmlich, so zum Beispiel für Beamte auf Widerruf. Sie werden bei Dienstunfähigkeit entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Beamte auf Probe erhalten nur bei einem Dienstunfall ein Ruhegehalt. Ansonsten werden sie ebenfalls entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Nur Beamte auf Lebenszeit werden bei Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt, sofern sie die Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben.

Schutz mindestens bis Endalter 55 oder 60 Jahre

Die meisten Beamten werden zwingend auf eine private Zusatzversicherung angewiesen sein. Der Schutz solle mindestens bis zum Endalter von 55 Jahren, besser noch bis 60 und in ausreichender Höhe vereinbart werden. Hierzu muss der Fachberater aber auch die sogenannte Versorgungsanalyse für den Beamten hineinfließen lassen. Mit dieser Analyse sieht der Beamte in Zahlen seine Grundversorgung und die zu erwartende Pensionsansprüche genauer.

Vorteile der DU-Klausel

Attestiert ein amtsärztliches Gutachten Dienstunfähigkeit aus medizinischer Sicht und versetzt der Dienstherr den Beamten in den Ruhestand, muss der Versicherer leisten. Eine eigene, manchmal langwierige und umfassende Leistungsprüfung des Versicherers findet nicht statt.
Muss der Versicherer aufgrund eines amtsärztlichen Gutachtens leisten, kann er später (im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsrente) keine Nachprüfung verlangen, solange Versorgungsbezüge gezahlt werden.

Mögliche Nachteile der DU-Klausel

  • Nur sehr wenige Versicherungsunternehmen bieten DU-Klauseln. Damit sinkt die Zahl der infrage kommenden Unternehmen deutlich.
  • Die meisten der wenigen Anbieter begrenzen die Versicherungsdauer auf ein Endalter von 55 oder 60 Jahren. Statistisch gesehen treten aber die meisten Leistungsfälle erst nach dem 55. Lebensjahr ein. Die Rente wird oft begrenzt (zum Beispiel auf 500 oder 750 Euro im Monat).
  • Einige Anbieter verwehren eine DU-Klausel, falls Risikoausschlüsse oder Beitragszuschläge notwendig werden.

Vertrag mit DU-Klausel nicht automatisch gut

Wichtig ist, dass dem Vertrag eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit sehr guten Bedingungen zugrunde liegt. Idealerweise umfasst der Schutz auch eine DU-Klausel (bei Vollzugsdienstbeamten, Polizisten und Feuerwehrleuten spezielle DU-Klausel. Sehr gut darüber hinaus ist, wenn auch Leistungen bei Teildienstunfähigkeit erbracht wird, wie z.B. der Lehrer der Aufgrund Gesundheitlicher Einschränkung nur noch Teilzeitbeschäftigung nachgehen kann. Hier gibt es nur wenige Gesellschaften die entsprechende Risiken versichern.

Das Fazit: Die DU-Klausel kann nützlich sein. Wichtig ist hier der Vergleich mit den in Frage kommenden Gesellschaften. Hier können Sie auf unsere langjährige Erfahrung vertrauen.