Dieter Bergmann - Versicherungen Finanzen Vorsorge

Unser Angebot für Referendare:

  • Besonderheiten bei der Beihilfe für Referendare
  • Die Bemessungssätze
  • Wie funktioniert die staatliche Beihilfe (Beihilfe-Definition)
  • Bemessungssätze der Beihilfe
  • Lücken in der Beihilfe
  • Wahlleistungen 1-Bett/Chefarzt
  • Beihilfe beantragen
  • Wichtige Adressen
  • Was muss ich bei der Auswahl einer geeigneten Krankenversicherung beachten?
  • Warum ist die Dienstunfähigkeitsversicherung (DUZ) so wichtig?

Welche staatlichen Fördergelder gibt es und wie kann ich sie nutzen?

Diese und weitere Themen besprechen wir gerne mit Ihnen in unseren kostenfreien und persönlichen Beratungsgesprächen.

Besonderheiten bei der Beihilfe für Referendare/innen

Wer im Referendariat Beamter auf Widerruf ist, muss bei der Beihilfe einige Besonderheiten beachten. Für bestimmte Leistungen wie Kuren gibt es in einigen Bundesländern Wartezeiten. In Baden-Württemberg zum Beispiel müssen Sie fünf Jahre beihilfeberechtigt sein, bevor Sie für solche Leistungen Beihilfe bekommen.

Besondere Einschränkungen gibt es in vielen Bundesländern für Beamte auf Widerruf im Referendariat bei zahnärztlichen Behandlungen. In der Regel sind Aufwendungen für folgende Behandlungen nicht beihilfefähig:

  • Zahnersatz,
  • Inlays,
  • Zahnkronen,
  • funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen sowie
  • implantologische Leistungen.

Diese Einschränkungen gelten nicht nur für die Referendare, sondern auch für die berücksichtigungsfähigen Angehörigen. Ob diese Regelung auch in Ihrem Bundesland gilt, erfahren Sie im Abschnitt über die Beihilfe in den Ländern.

Im Übrigen sind die Spezialregelungen eher positiv für Sie. In Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein zum Beispiel müssen Sie die Kostendämpfungspauschale nicht tragen. In Thüringen sind Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst vom Eigenbehalt befreit.

Allerdings müssen Sie als Beamte auf Widerruf eine Restkostenversicherung und eine Pflegepflichtversicherung abschließen. Die zuständige Beihilfestelle wird beim ersten Beihilfeantrag sogar eine Bescheinigung über den Abschluss dieser privaten Krankenversicherung verlangen.

Als Beamtenanwärter stehen Sie am Beginn Ihrer Berufslaufbahn. Viel Neues stürmt auf Sie ein. Jetzt stehen Sie richtig auf eigenen Füßen und verdienen eigenes Geld. Nicht alles Neue, mit dem Sie sich jetzt beschäftigen müssen, werden Sie spannend oder interessant finden. Zu den Themen gehören ganz Gesundheitsvorsorge und Absicherung gegen Krankheit, also die Frage der Krankenversicherung und der Dienstunfähigkeitsversicherung.

Während der Ausbildung oder des Studiums brauchten Sie sich vermutlich darum nicht zu kümmern, weil Sie bei Ihren Eltern mitversichert waren. Das ändert sich nun. Mit Ihrer Einstellung in den öffentlichen Dienst sind Sie Beamter auf Widerruf. Die Fürsorgepflicht, die der Dienstherr – Bund oder Land – seinen Beamten gegenüber hat, schließt auch die Absicherung im Krankheitsfall und Gesundheitsvorsorge ein.Die sieht folgendermaßen aus:

Fürsorgepflicht des Dienstherrn

Zwischen dem Dienstherrn und seinen Beamten besteht ein besonderes Dienst- und Treueverhältnis. Aufgrund dessen ist der Dienstherr per Gesetz verpflichtet, für das Wohl des Beamten und das seiner Familie zu sorgen. Im Beamtenrecht ist diese Verpflichtung in § 78 Bundesbeamtengesetz (BBG) sowie den entsprechenden Regelungen der Landesbeamtengesetzte formuliert sowie in § 45 Beamtenstatusgesetz (BeamtStG). Für die Soldaten der Bundeswehr besteht eine ähnliche Fürsorgepflicht; sie ergibt sich aus § 31 Soldatengesetz (SG).

Beihilfe Bemessungssätze

Aus dem Fürsorgeprinzip ergibt sich, dass der Dienstherr für seine Beamten auch im Krankheitsfall sorgen muss. Er tut das aber in anderer Weise, als Sie es von der Gesetzlichen Krankenversicherung kennen. Er übernimmt nicht die gesamten Krankheitskosten, sondern nur einen Teil davon: er gewährt ihnen die sogenannte Beihilfe. Sie knüpft an die Prämisse an, dass die Beamtenbesoldung so bemessen ist, dass der Beamte davon auch die Absicherung gegen Krankheit bestreiten kann. Die Beihilfe ist also eine zusätzliche Fürsorgeleistung des Dienstherrn, und sie wird auch den Angehörigen des Beihilfeberechtigten gewährt.

Die Bemessungssätze

Der Beihilfebemessungssatz gibt an, in welcher prozentualen Höhe sich der Dienstherr an den beihilfefähigen Aufwendungen beteiligt, die durch die Krankheit entstanden sind.

  • Bei einem Beihilfeberechtigten ohne Kinder sind es in der Regel 50 Prozent.
  • Bei Beihilfeberechtigten Ehepartnern sind das 70% (je nach Bundesland)
  • Bei Kindern in der Regel bis zu 80 % je nach Bundesland

Pflichten des Beamten

Für den nicht von der Beihilfe abgedeckten Teil der Krankheitskosten, die Restkosten, müssen die Beihilfeberechtigten selbst aufkommen. Sie sind verpflichtet, dafür eine private Krankenversicherung abzuschließen, eine sogenannte Restkostenversicherung. Die Mindestanforderung an diese Versicherung ist, dass sie die Kosten für ambulante und stationäre Heilbehandlungen erstattet. Wenn Sie einen Antrag auf Beihilfe stellen, wird die Beihilfestelle von Ihnen den Nachweis verlangen, dass Sie eine solche ergänzende Krankenversicherung abgeschlossen haben.

Für Beamtenwärter haben viele private Krankenversicherer spezielle Anwärtertarife, im Angebot. Von den Leistungen her unterscheiden sich diese kaum oder gar nicht von denen der Normaltarife, die Beiträge sind aber weitaus günstiger, weil sie üblicherweise ohne Anteile für die Alterungsrückstellung kalkuliert werden.

Tipp:

Nutzen Sie unseren Service. Wir sind bei der ersten Abrechnung der Krankenkosten vor Ort und geben Hilfestellung zur Abrechnung.

Eine Krankenversicherung ist Pflicht, die gesetzliche Regelung

"Jede Person mit Wohnsitz im Inland ist verpflichtet, bei einem in Deutschland zum Geschäftsbetrieb zugelassenen Versicherungsunternehmen für sich selbst und für die von ihr gesetzlich vertretenen Personen, soweit diese nicht selbst Verträge abschließen können, eine Krankheitskostenversicherung, die mindestens eine Kostenerstattung für ambulante und stationäre Heilbehandlung umfasst und bei der die für tariflich vorgesehene Leistungen vereinbarten absoluten und prozentualen Selbstbehalte für ambulante und stationäre Heilbehandlung für jede zu versichernde Person auf eine betragsmäßige Auswirkung von kalenderjährlich 5.000 Euro begrenzt ist, abzuschließen und aufrechtzuerhalten; für Beihilfeberechtigte ergeben sich die möglichen Selbstbehalte durch eine sinngemäße Anwendung des durch den Beihilfesatz nicht gedeckten Vom-Hundert-Anteils auf den Höchstbetrag von 5.000 Euro. Die Pflicht nach Satz 1 besteht nicht für Personen, die

  1. in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert oder versicherungspflichtig sind oder
  2. Anspruch auf freie Heilfürsorge haben, beihilfeberechtigt sind oder vergleichbare Ansprüche haben im Umfang der jeweiligen Berechtigung oder
  3. Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben oder
  4. Empfänger laufender Leistungen nach dem Dritten, Vierten, Sechsten und Siebten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch sind für die Dauer dieses Leistungsbezugs und während Zeiten einer Unterbrechung des Leistungsbezugs von weniger als einem Monat, wenn der Leistungsbezug vor dem 1. Januar 2009 begonnen hat.

Lücken in der Beihilfe

Eigentlich soll die Kombination von Eigenvorsorge und ergänzender Beihilfe eine hundertprozentige Abdeckung der Krankheitskosten gewährleisten. In der Praxis ist das leider nicht immer der Fall. Im Zuge der diversen Reformen im Gesundheitswesen wurden Beihilfeleistungen gekürzt. Mit der Folge, dass die Verzahnung beider Systeme nicht mehr funktioniert und Versorgungslücken entstehen. Wenn die Beihilfe vom Leistungsumfang her nicht an die Leistungen der Privaten Krankenversicherung angepasst ist, bleibt der Beihilfeberechtigte auf den Kosten, die weder die eine noch die andere übernimmt, sitzen. Das kann teuer werden, etwa bei Zahnersatz – wenn die Krankenversicherung eine bestimmte Zahnbehandlung voll ersetzt, die Beihilfe jedoch keine Leistung dafür vorsieht und dem Beihilfeberechtigten daher auch nicht erstattet.

Wenn Sie dieses Risiko ausschließen wollen, empfiehlt es sich, einen speziellen Beihilfeergänzungstarif abschließen, der für den Fall, dass die Beihilfeleistung ausbleibt, die volle Kostenübernahme gewährleistet. Diese

"Ergänzungen" werden von den meisten privaten Krankenversicherungen wahlweise angeboten.

Wer bekommt Beihilfe

Wer beihilfeberechtigt ist, ergibt sich aus § 80 Bundesbeamtengesetz (BBG), § 2 der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) und den entsprechenden Paragrafen der Landesbeihilfeverordnungen.

Zu den Personengruppen, die beihilfeberechtigt sind, zählen:

  • Beamte
  • auch Beamte auf Probe
  • Beamte auf Zeit
  • Beamte auf Widerruf – wie beispielsweise Referendare – und frühere Beamte, Richter
  • Beamte und Richter im Ruhestand,
  • Witwen/Witwer, Waisen und Hinterbliebene aus einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Voraussetzung ist, dass sie Dienst-, Amts- oder Anwärterbezüge, Ruhegehalt, Witwen- oder Waisengeld, Übergangsgebührnisse oder Unterhaltsbeitrag erhalten oder dass Bezüge deshalb nicht bezahlt werden, weil Ruhens- und Anrechnungsvorschriften anzuwenden sind.

Berücksichtigungsfähige Angehörige sind Ehegatten und Lebenspartner/-innen des beziehungsweise der Beihilfeberechtigten sowie die im sogenannten Familienzuschlag nach dem Bundesbesoldungsgesetz berücksichtigungsfähigen Kinder von Beihilfeberechtigten.

Die unterschiedlichen Regelungen der Beihilfe

Anders als es der Name Bundesbeihilfeverordnung vermuten lässt, ist das Beihilferecht nicht bundeseinheitlich geregelt. Die Beihilfevorschriften der Länder orientieren sich unterschiedlich stark an der BBhV. Einige Bundesländer haben deren Regelungen weitgehend übernommen, in anderen weichen die Vorschriften mehr oder weniger stark davon ab. Unterschiedlich gehandhabt werden insbesondere die Leistungen bei Sehhilfen und Zahnersatz, die Wahlleistungen bei Krankenhausbehandlung, die Zuzahlung zu Medikamenten und andere Fragen der Selbstbeteiligung sowie die Berücksichtigung eingetragener Lebenspartner/-innen bei der Beihilfe.

Exkurs Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ)

Die aktuelle Fassung der GOÄ stammt aus dem Jahr 1996 und wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Sie regelt die Abrechnung aller medizinischen Leistungen, die nicht von der Gesetzlichen Krankenversicherung gedeckt sind. Damit ist sie die Abrechnungsgrundlage für alle Patienten, die Leistungen privat bezahlen oder über eine Private Krankenversicherung (PKV). Ärztliche Behandlungsmethoden entwickeln sich ständig weiter. § 6 Absatz 2 GOÄ ermöglicht es deshalb, selbstständige ärztliche Leistungen, die (noch) nicht in das Gebührenverzeichnis aufgenommen sind, entsprechend einer nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung des Gebührenverzeichnisses zu berechnen. Das allerdings kann zu Abrechnungsproblemen mit den privaten Krankenkassen führen.

Begrenzung der Höchstbeträge in der Beihilfe

Beihilfefähige Aufwendungen müssen in der Höhe angemessen sein. Als angemessen gelten im Grundsatz alle Aufwendungen, die sich in bestimmten Gebührenrahmen bewegen. Als solche gelten:

Höchstbeiträge, die in der BBhV selbst genannt sind. So setzt die Bundebeihilfeverordnung etwa bei Hörgeräten einen Höchstsatz fest von 1.500 Euro je Ohr. Wird diese Grenze nicht überschritten, wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die Aufwendungen angemessen sind.

Der Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Gebührenordnungen der Ärzte (GOÄ) und der Zahnärzte (GOZ), außerdem die Gebührenrahmen der psychologischen Psychotherapeuten und der Psychotherapeuten für Kinder- und Jugendliche. Auch das Gebührenverzeichnis der Heilpraktiker dient als Maßstab.

Die Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ)

Viele Aufwendungen, für die Beihilfe beantragt und gezahlt wird, basieren auf ärztlichen Leistungen. Werden sie nicht über die Gesetzliche Krankenversicherung abgerechnet, dann mit Hilfe der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die GOÄ regelt die Beziehung von Arzt und Privatpatient. Da die meisten Bezieher privat krankenversichert sind, ist es für sie nützlich, einige Grundzüge der GOÄ zu kennen.

Gemäß GOÄ darf ein Arzt nur Leistungen berechnen, die nach den Regeln der ärztlichen Kunst für eine medizinisch notwendige ärztliche Versorgung erforderlich sind. Wie hoch die Gebühren sind, bemisst sich vor allem danach, wie schwierig und zeitaufwendig die Behandlung war. Berechnet werden Gebühren mit Hilfe eines so genannten Punktwerts (5,82873 Cent). Er wird mit der „Punktzahl“ jeder einzelnen Leistung multipliziert und je nach Sachverhalt um das Einfache bis Dreieinhalbfache des Gebührensatzes gesteigert.

In der Regel darf eine Gebühr nur zwischen dem Einfachen und dem 2,3-fachen des Gebührensatzes bemessen werden. Ein Überschreiten des 2,3-fachen des Gebührensatzes ist nur zulässig, wenn Besonderheiten dies rechtfertigen.

Arzt und Patient können auch eine von der GOÄ abweichende Höhe der Vergütung vereinbaren. Solche „Abdingungen“ oder „Honorarvereinbarungen“ sind jedoch nur im Einzelfall möglich und bedürfen einer besonderen schriftlicher Form.

Mehr Informationen zu der Gebührenabrechnung nach GOÄ finden Sie auf den Seiten zur "Ambulanten Arzt-Behandlung" und zur "Stationären Arzt-Behandlung" sowie in einem Glossartext über die Gebührenverordnungen.

Anforderungen an Arztrechnungen

Damit Aufwendungen für ärztliche Leistungen als beihilfefähig anerkannt werden, müssen diese formgerecht in Rechnung gestellt werden.

Generell muss eine Arztrechnung enthalten:

  • Datum der Erbringung der Leistung,
  • Diagnose,
  • Gebührennummer nach GOÄ, Bezeichnung jeder einzelnen Leistung sowie den Betrag und den Steigerungssatz;

je nach Sachverhalt sind weitere Angaben erforderlich.

Das Wichtigste kurz zusammengefasst:

Beihilfefähig sind Aufwendungen, wenn sie dem Grunde nach notwendig und der Höhe nach angemessen sind.

Die Beihilfefähigkeit der Aufwendungen darf nicht ausdrücklich ausgeschlossen sein.

Über die Notwendigkeit und Angemessenheit entscheidet die Beihilfestelle.

Tipp:

Auch hier stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Verfügung

Wahleistungen Chefarzt und Einbettzimmer

Die Wahlleistungen der Beihilfe in Baden Württemberg können zusätzlich gegen einen Monatsbeitrag in Höhe von 22 Euro für alle Familienmitglieder versichert werden.

Die Regelung:

nach § 6a Abs. 2 Beihilfeverordnung (BVO) zum Beihilfeanspruch auf Wahlleistungen

"Anspruch auf Beihilfe zu den Aufwendungen für Wahlleistungen im Krankenhaus besteht nur dann, wenn hierfür ein

monatlicher Beitrag von 22 € von den Bezügen einbehalten wird. Zu den Wahlleistungen gehören die Wahlleistung

Unterkunft bis zur Höhe des Zweibettzimmerzuschlags und wahlärztliche Leistungen (z. B. Chefarztbehandlung). Kann

der Wahlleistungsbeitrag nicht von den Bezügen einbehalten werden, wird er zum 15. des jeweiligen Monats fällig"

Wichtig!

Diese Entscheidung ist unwiderruflich und gilt auch für meine beihilfeberechtigten Hinterbliebenen.

Tipp:

Ich habe im Referendariat als Widerrufsbeamter aber die Möglichkeit zu Widersprechen und spare mir die 22 Euro pro Monat.Danach als Beamter auf Probe habe ich die letzte Möglichkeit die Wahlmöglichkeit einzuschliessen.

Die Wahlleistungen kann ich im Referendariat über die private Versicherung für einen geringeren Beitrag zu 100 % abschliessen.Das können über die Referendariatszeit je nach Anbieter bis zu 300 Euro an Einsparungen sein.

Beihilfe beantragen

Formulare gibt es im Internet Ohne Restkostenversicherung keine Beihilfe Belege der Aufwendungen gehören zum Antrag auf Beihilfe Beihilfe innerhalb eines Jahres beantragen

Beihilfe beantragen: Formulare gibt es im Internet

Um die Bearbeitung der Anträge ihrer Beamten zu erleichtern und zu beschleunigen, halten die Beihilfestellen des Bundes und der Länder spezielle Formulare bereit. In diese können Sie alle notwendigen Angaben eintragen. Im Beitrag über Formulare für den Beihilfeantrag finden Sie Links zu den Anträgen, die für Sie gelten, außerdem weitere Informationen, wie Sie diese richtig ausfüllen.

Wichtig: Wenn Sie das erste Mal als Beamter Beihilfe beantragen, verlangt die Beihilfestelle besonders viele Informationen. Da noch keine Stammdaten existieren, sind alle Angaben erforderlich, die die Festsetzungsstelle benötigt, um Ihren Bemessungssatz zu berechnen. Zum Beispiel Angaben über Ihren Status und Ihre Dienststelle, Ihren Familienstand und Ihre beihilfeberechtigten Angehörigen. Insbesondere ob Sie Kindergeld für Ihre Kinder bekommen – vor allem, wenn diese schon älter und noch in der Ausbildung sind. Dafür hält Ihr Dienstherr in der Regel eine Langversion des Antragsformulars bereit. Wenn sich bei Ihnen keine Veränderungen ergeben, nutzen Sie danach nur noch den Kurzantrag.

Ohne Restkostenversicherung keine Beihilfe

Bei der ersten Beantragung der Beihilfe müssen Sie der Beihilfestelle eine Bescheinigung über den Abschluss einer Restkostenversicherung übergeben. Denn die Beihilfe trägt je nach Bemessungssatz nur 50 bis 80 Prozent Ihrer Gesundheitskosten. Für den Rest sind Sie seit 2009 gesetzlich verpflichtet, sich privat abzusichern.

Tipp:

Oder nutzen Sie unsere Kompetenz Wir Beraten Sie gerne umfassend und unverbindlich zu Ihrem Beihilfeanspruch und zur Restkostenversicherung.

Belege der Aufwendungen gehören zum Antrag auf Beihilfe

Um Beihilfe zu beantragen, ist nicht nur ein ausgefülltes Formular erforderlich. Damit die Festsetzungsstelle die Beihilfefähigkeit der Aufwendungen prüfen kann, müssen Sie Ihrem Antrag Belege Ihrer Aufwendungen beifügen. Insbesondere bei Rezepten sollten Sie übrigens immer darauf achten, dass die Pharmazentralnummer (PZN) angegeben ist, damit sie als Nachweis für beihilfefähige Kosten akzeptiert werden. Die PZN ist der bundeseinheitliche Identifikationsschlüssel für Arzneimittel, Hilfsmittel und andere Apothekenprodukte. Sie setzt sich aus einer achtstelligen Nummer mit sieben Ziffern und einer Prüfziffer zusammen, die mit einem Minus-Zeichen beginnt. Die PZN ist eine eindeutige Bezeichnung für Arzneimittel nach Darreichungsform, Wirkstoffstärke und Packungsgröße. Für den Antrag genügen in der Regel Kopien und Zweitschriften der Belege.

Beihilfe innerhalb eines Jahres beantragen

Ihren Antrag auf Beihilfe müssen Beamte des Bundes und in den meisten Bundesländern innerhalb eines Jahres stellen. In manchen Bundesländern haben Beamte sogar zwei Jahre Zeit, um Beihilfe zu beantragen. Versäumen Sie den Stichtag, gewährt die Festsetzungsstelle Ihnen keine Beihilfe mehr. Erfahren Sie mehr über die wichtigen Fristen in den Beiträgen über Beihilfe in den Ländern. Entscheidend für den Beginn der Frist ist in der Regel das Datum, an dem die Rechnung oder das Rezept, für das Sie Beihilfe beantragen, ausgestellt sind. Anders ist es, wenn es um Pflegeleistungen geht; hier beginnt die Frist am letzten Tag des Monats, in dem die Pflege erbracht wurde. Hat ein Sozialhilfeträger vorgeleistet, beginnt die Frist erst am 1. des Monats, der auf den Monat folgt, in dem der Sozialhilfeträger gezahlt hat. Was Sie tun können, wenn Sie die Frist zur Antragstellung versäumt haben, oder wie Sie gegen einen Beihilfebescheid vorgehen können, der Ihnen ungerecht erscheint, erfahren Sie im Beitrag über das Verfahren in Beihilfesachen.

Wichtige Adressen

Landesamt für Besoldung und Versorgung

Postanschrift:

70730 Fellbach

Telefon:0711 3426-0

Fax:0711 3426-2002

E-Mail: poststelle@lbv.bwl.de

Homepage: http://www.lbv.bwl.de

Formulare

http://www.kvbw.de/pb/,Lde/257641.html

Was muss ich bei der Auswahl einer geeigneten Krankenversicherung beachten?

Der Markt für Versicher die Beamtentarife anbieten ist überschaubar, die Leistungsunterschiede aber sind größer.

  • Wichtig für Sie sind bei der Auswahl der privaten Krankenversicherung:
  • Optionsrecht nach der Ausbildung in einen höher- wertigen Tarif ohne Gesundheitsprüfung.
  • Beitragsrückerstattung auch nach Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen
  • Keine Summenbegrenzung bei Zahnbehandlung oder Zahnimplantaten
  • Anpassung an die jeweilige Lebenssituation
  • Attraktive Angebote für Gewerkschaftsmitglieder
  • Bonusprogramm für Nichtraucher und Gesundheits- bewusste Kunden z.B. Sportabzeichen,BMI-Index
  • Leistungen bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung bei Ärzten, Zahnärzten und auch darüber hinaus.

Sie gestalten mit uns Ihren Krankenversicherungsschutz nach bedarf,weltweitem Schutz und nicht von der Stange sondern Massgeschneidert.

Warum ist die Dienstunfähigkeitsversicherung (DUZ) so wichtig?

Dienstunfähigkeitsversicherung

Auch Beamte (wie zum Beispiel Lehrer) kann das Schicksal der Berufsunfähigkeit treffen – bei ihnen wird dann Dienstunfähigkeit festgestellt.

Dienstunfähigkeitsversicherung: So sichern Beamte sich gegen Berufsunfähigkeit ab

Die Absicherung eines Beamten durch den Dienstherren im Falle einer Berufsunfähigkeit ist deutlich besser als die eines Angestellten – einen

Rundumschutz gegen Berufsunfähigkeit genießen Beamte jedoch nicht: Sie benötigen deshalb eine Dienstunfähigkeitsversicherung als Schutz gegen

Berufsunfähigkeit. Die Zahlung des Ruhegehaltes bei einer Berufsunfähigkeit von Beamten setzt voraus, dass sie mindestens fünf Jahre lang Dienst

geleistet haben.Die Dienstunfähigkeitsversicherung deckt das Risiko ab, dass das Ruhegehalt nicht reicht. Die vereinbarte Rente kann dann im Laufe

des Lebens langsam sinken, weil bei Beamten ja der Anspruch auf dasRuhegehalt im Falle einer Berufsunfähigkeit steigt.

Vertrag mit echter Dienstunfähigkeitsklausel wählen

Achten Sie darauf, dass der Tarif der Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte eine Dienstunfähigkeitsklausel enthält.

Hierbei muss in der Dienstunfähigkeitsversicherung unterschieden werden zwischen verschiedenen Dienstunfähigkeitsklauseln.

Bei einer echten Dienstunfähigkeitsklausel wird im Vertrag festgelegt, dass eine Berufsunfähigkeit bei Beamten immer dann anzunehmen ist,

wenn die Versetzung in den Ruhestand bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit erfolgt.

Mit einer solchen Klausel in der Dienstunfähigkeitsversicherung sind Beamte gut geschützt, wenn sie dienstunfähig werden – vor allem

Vollzugsbeamte sollten aber darauf achten, dass die Leistungen bei ihnen nicht eingeschränkt sind.

Bei einer unvollständigen Dienstunfähigkeitsklausel wird im Vertrag festgelegt, dass nur bei einer Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner

Dienstunfähigkeit eine vollständige Berufsunfähigkeit angenommen wird. Mit einer solchen Klausel in der Dienstunfähigkeitsversicherung sind nur

Beamte auf Lebenszeit geschützt, weil die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bei Berufsunfähigkeit keine Leistungen der

Dienstunfähigkeitsversicherung nach sich zieht.

Bei der unechten Dienstunfähigkeitsklausel in der Dienstunfähigkeitsversicherung wird im Vertrag – wie bei jeder anderen

Berufsunfähigkeitsversicherung – darauf abgestellt, ob der versicherte Beamte voraussichtlich mindestens sechs Monate lang außerstande ist, seinen

Beruf auszuüben, und auch keine andere Tätigkeit ausübt, die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht.

Diese Regelung der allgemeinen Berufsunfähigkeitsversicherung wird dann in der Dienstunfähigkeitsversicherung nur analog auf Beamte angewendet,

und das hat Konsequenzen: Denn wenn Sie als Beamter dienstunfähig werden, aber keine Berufsunfähigkeit festgestellt wird, weil Sie zum Beispiel

noch eine andere Tätigkeit ausüben könnten, besteht keine Absicherung bei einer Berufsunfähigkeit.

Tipp:

Vergleichen Sie jetzt hier die besten Angebote zum Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrer, und lassen Sie sich von

uns Experten beraten.